Archäologie und Landwirtschaft
Parallelen zwischen der Landwirtschaft Etruriens und der Toskana

Dokumente:

Das etruskische Erbe in der bäuerlichen Welt der Toskana

Die etruskische Pflugschar
Die toskanische Pflugschar
Die verschiedenen Phasen des Getreideanbaues in Etrurien
Die verschiedenen Phasen des Getreideanbaues in der Toskana
Die Transformation der ländlichen Umgebung Etruriens
Das Zusammenwirken von etruskischer Religion (etrusca disciplina) und Landwirtschaft
Die bäuerliche Gesellschaft und ihre Landschaft
Etruskische Riten in der Landwirtschaft: Sulcus primigenium
Rinder waren heilig

Ernte und Gottheit

Die Rolle des Zugrindes in der Landwirtschaft der Toskana
Landwirtschaftliches Jahr und liturgisches Jahr
Die Auseinandersetzungen der Bauern in Etrurien
Die Bauernkämpfe im 19. Jahrhundert
 
Alte Instrumente:

ACKERWAGEN AUS DEM VALDICHIANA

FLASCHENABFÜLLMASCHINE

WEINPRESSE MIT GEWINDESCHRAUBE

PUMPE

JOCH

KARDE

WAGENHEBER

PFLUG

HOBELBANK

WAAGE UND REGISTRIERKASSE
GEBLÄSE
KALESCHE

PACHTBÜCHLEIN

LASTKARREN

Rinder waren heilig

Die gewaltige Kraft von Zugrindern war in der Landwirtschaft eine Energiequelle, die vom Anfang bis zum Ende des Arbeitszyklus genutzt werden musste. Von daher finden sich zahllose Darstellungen von Rindern, die pflügen oder Karren ziehen. Ebenso weit verbreitet waren Votivstatuetten von Rindern, die der die Tiere beschützenden Gottheit, geweiht waren. Rinderfleisch wurde nur gegessen, wenn ein Tier nicht mehr in der Lage war, seine Aufgaben zu erfüllen und deshalb geschlachtet werden musste, oder aber bei der Durchführung von Opferriten.


Bauer, der die Rinder nach dem Pflügen mit einer Stechrute nach Hause treibt, Certosa, Bologna, 6. Jahrhundert

Allerdings waren Aristokraten eigenartigerweise nicht verpflichtet, sich genau an diese Regeln zu halten. Dies sieht man an der Darstellung eines geschlachteten Rindes in der Grabstätte Golini von Orvieto.


Detail des Grabes Golini von Orvieto, geschlachtetes und aufgehängtes Rind, 4. Jahrhundert a.C

Das Werk ars etrusca , gibt Aufschluss über Heilmittel für Tiere, etwa einer Creme aus Fett und Kleeblatt zur Wundheilung, von der schon Plinius berichtet. Sie wurde von den etruskischen Bauern bei Verletzungen durch den Pflug an den Pfoten angewandt .


Bronzefigur eines Rindes